Wieland-Gesellschaft e.V.

Poetischer Spaziergang durch den Wieland-Park

Poetischer Spaziergang durch den Wieland-Park

Poetischer Spaziergang
„WIELAND UND DIE NATUR“

Der Wieland-Park ist ein Kleinod am Rande der Altstadt von Biberach a.d.Riß, auf das die Wieland-Gesellschaft e.V. auch in diesem Jahr 2026 die öffentliche Aufmerksamkeit lenken möchte. Der Park birgt einen wahren Schatz an Gedanken, Gefühlen und Assoziationen, die es zu entdecken gilt, ganz im Sinne vom Dichter Christoph Martin Wieland (1733-1813) und vom Landschaftsgestalter Hans Dieter Schaal (1943-2025), zugleich auch Architekt und Bühnenbildner, der dieses Areal überplant hat.


Beim „Poetischen Spaziergang“ am Mittwoch, 22. Juli 2026, 16 Uhr, steht Christoph Martin Wieland im Mittelpunkt des Rundgangs. Die Besucher/innen erleben in kurzen Textauszügen aus verschieden Lebensphasen des Dichters einen heiteren und manchmal sinnlich/besinnlichen Wieland. Man erfährt, welchen Zusammenhang er zwischen Natur, Musik und Sprache sieht und welche Bedeutung diese Aspekte in seiner Dichtkunst und für seine Dichtung haben und hatten. Die Texte werden von Gunther Dahinten vorgetragen und von Barbara Leuchten anmoderiert.

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Führungen durch den Wieland-Park

Wieland-Gesellschaft, Biberach/Riß, Christoph Martin Wieland, Veranstaltungen, Geschichte, Kultur

Kulturdenkmal Wieland-Park

Führungen durch den Wieland-Park

Die Wieland-Gesellschaft e.V. bietet auch in diesem Jahr wieder Führungen durch den Wieland-Park an, und zwar an folgenden Samstagen :
15. August,  12. und 26. September und 10. Oktober, jeweils um 15 Uhr.

Die Bezeichnung „Kulturdenkmal Wieland-Park“ enthält schon das Spannungsfeld von Natur und Kultur, in das der Künstler und Gartenarchitekt Hans Dieter Schaal im Jahre 1999 die von ihm so genannten Wieland-Zitate gesetzt hat. Diese Installationen von Schaal sollen beim Gang durch den Park erläutert und entschlüsselt werden. Dabei liegt der Fokus auf den literarisch-biographischen Bezügen zum Dichter Christoph Martin Wieland, dem Namensgeber des Parks, dem die Natur den Raum für sein kreatives Schaffen gegeben hat.

Treffpunkt ist der Eingang zum Wieland-Park an der Saudengasse bei der Figur „Wieland im Sturm“. Dauer: eine gute Stunde.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Führung ist kostenlos, Spenden sind aber willkommen.

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Festvortrag zur Jubiläumsveranstaltung

Festvortrag zur Jubiläumsveranstaltung

Wieland und Goethe: Zwei Dichter-Größen in Weimar

Christoph Martin Wieland kommt 1772 im Alter von 39 Jahren als Prinzenerzieher an den Hof der Herzogin Anna Amalia nach Weimar. Er war damals bereits ein berühmter Dichter, bekannt durch die Werke aus seinen „Biberacher Jahren“ (1760-1769) wie „Agathon“ oder „Musarion“.

1775, also 3 Jahre später als Wieland, kommt der um 16 Jahre jüngere Goethe nach Weimar. Er ist der junge Star der Literatur; aus seiner Feder stammt der 1774 erschienene Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“, damals schon ein Bestseller.

Christoph Martin Wieland ist bei Goethes Ankunft in Weimar so etwas wie ein „kultureller Hausherr“ und begrüßt den 26-Jährigen mit viel Empathie, aber auch mit Respekt vor dessen Genie. Wie sich die Begegnung dieser beiden Persönlichkeiten gestaltet und was sich daraus ergeben hat, wird Prof. Manger aus Jena in seinem Vortrag darstellen.

Das musikalische Begleitprogramm an diesem Nachmittag wird von zwei talentierten und engagierten jungen Musikerinnen gestaltet, dem Violinen-Duo Lara Adler und Eleni Döhnert.

Der Eintritt ist für diese Jubiläumsveranstaltung frei.

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Jubiläumsveranstaltung – 20 Jahre Wieland-Gesellschaft

20 Jahre Wieland-Gesellschaft e.V.

Zwei Jahrzehnte im Zeichen der Aufklärung und Literatur

Im März 2026 feiert die Wieland-Gesellschaft e.V., mit Sitz in Biberach an der Riß, ihr 20-jähriges Bestehen – ein Anlass, auf zwei Jahrzehnte lebendige Beschäftigung mit Leben, Werk und Wirkung von Christoph Martin Wieland (1733–1813) zurückzublicken, der bis heute als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Schriftsteller der Aufklärung im damaligen deutschen Sprachgebiet gilt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat sich die Gesellschaft zu einem festen Bestandteil im Kulturleben von Wielands Heimatstadt Biberach entwickelt – mit einem klaren Ziel: Wielands Leben, Werk und Wirken einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Gründungsphase

Im Frühjahr 2005 musste entschieden werden, wie es mit dem Biberacher Wieland-Museum und Wieland-Archiv weitergehen würde, da die bisherige Leiterin in den Ruhestand ging. Der damalige Kulturdezernent hatte von der Entstehung eines neuen Wieland-Forschungszentrums im Wieland-Gut in Oßmannstedt bei Weimar erfahren. Es keimte die Vorstellung, aus dem Wieland-Archiv in Biberach die für das genannte Forschungszentrum notwendigen und wichtigen Buchbestände als Dauerleihgabe nach Oßmannstedt zu translozieren. Im Gegenzug sollte dann mit Mitteln aus der Hamburger Stiftung für Wissenschaft und Kultur, in Unterstützung durch Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, in Biberach ein neues, modernes Wieland-Museum entstehen.

Gegen ein solches Vorhaben regte sich in Biberach aber ein beachtlicher bürgerschaftlicher Widerspruchsgeist. Unter dem Motto „Das Archiv muss hier bleiben.“ fanden sich 25 Bürger/innen zusammen, die am 15.03.2006 die Wieland-Gesellschaft e.V. mit ihrem ersten Präsidenten Dr. Ferdinand Flechtner gründeten. Am Ende desselben Jahres hatte die Gesellschaft ihr Ziel erreicht: Alles, was im Laufe von 100 Jahren durch bürgerschaftliches Engagement, insbesondere von der Fabrikanten-Familie Schelle, an Memorabilien an Christoph Martin Wieland zusammengetragen und erhalten worden war, soll in seiner Heimatstadt verbleiben: so der damalige Gemeinderats-Beschluss.

Zur Pflege dieses wertvollen Kulturguts und zur Weiterentwicklung der Bestände wurde dann drei Jahre später die kommunalen Christoph Martin Wieland-Stiftung  Biberach eingerichtet. Somit ist die Stadt Biberach in der komfortablen Situation, gleich mit zwei Einrichtungen das Andenken an Christoph Martin Wieland pflegen zu können: mit der genannten kommunalen Stiftung und der ehrenamtlich tätigen Wieland-Gesellschaft e.V. Das ist eine gute Basis, um Christoph Martin Wieland als eine der zentralen Gestalten der deutschen Aufklärung mit seinen Werken wieder stärker ins kulturelle Bewusstsein zu rücken.

Entwicklung und Etablierung

In den Folgejahren gelang es der Wieland-Gesellschaft e.V., mit ihrer Vereinsarbeit einen wesentlichen Beitrag zum erweiterten und vertieften Verständnis von Wieland und seinem Werk zu leisten: in den Anfängen noch mit Beteiligung bei Benefiz-Veranstaltungen für Wieland und Lehr-Fahrten auf seinen Spuren, dann verstärkt mit Vorträgen, Lesungen, Schulprojekten, Stadt- bzw. Park-Führungen in Biberach und Theater-Aufführungen.

Besonders hervorgehoben werden müssen die – seit 2016 – regelmäßig alle drei Jahre stattfindenden Biberacher Wieland-Tage. Sie stehen jeweils unter einem bestimmten Leit-Thema, die da waren: Wieland und Bildung, Wieland und Sprache, Wieland und Gesellschaft sowie Wieland und Musik. Die Wieland-Tage dauern jeweils von freitags bis sonntags und enthalten in ihrem Ablauf einen Festvortrag, eine größere Veranstaltung, wie z.B. ein Theater-Stück, und eine Matinee bzw. Soiree, (s.Foto) Die Leitung der Wieland-Tage lag von Anfang an in den Händen von Barbara Leuchten, die dann im Jahr 2019 zur neuen Präsidentin der Gesellschaft gewählt wurde.

Sie war fast 20 Jahre zuvor die Initiatorin der Esel-Skulptur auf dem Biberacher Marktplatz; im Jahr 2000 enthüllt, ist diese Skulptur heute ein „markantes Wahrzeichen der Stadt“. Der Künstler Peter Lenk aus Bodmann hat für sein  Kunstwerk als Thema die abderitische Geschichte „Der Prozeß um des Esels Schatten“ von Christoph Martin Wieland gewählt.

Wichtig in der Vereins-Arbeit der Gesellschaft war auch, Christoph Martin Wieland zum Betrachten und Be-Greifen im städtischen Raum zu präsentieren, wie mit der im Jahr 2020 entstandenen Figur „Wieland im Sturm“ des Künstlers Tobias Wedler aus der Nähe von Biberach/Riß. Sie konnte mit der Unterstützung der Wieland-Gesellschaft e.V. realisiert und im Sommer 2020 im Wieland-Park enthüllt werden; es scheint, als sei Wieland dort zu seinem Gartenhaus zurückgekehrt. (s.Foto)

All diese Aktivitäten fanden so häufig wie möglich in Kooperation mit anderen ortsansässigen Bildungseinrichtungen statt. Dazu gehören u.a. die Biberacher Schulen, einschließlich der Jugendmusikschule, oder andere Vereine wie Jugend Aktiv e.V., die Renaissance-Tanzgruppe, die Rokoko-Gruppe Biberach oder der Dramatischen Verein e.V. in Biberach. „Wieland soll Kreise ziehen“, lautet ein Motto der Wieland-Gesellschaft e.V. in ihrem Bemühen um Christoph Martin Wieland.

Mit ihrer Arbeit trägt die Gesellschaft dazu bei, Wielands Bedeutung als „ersten europäischen Intellektuellen“ des deutschen Sprachraums neu zu bewerten – als Autor, der mit seinen Werken Toleranz, Humanität und ästhetische Freiheit zu Leitmotiven seiner Zeit machte.

Ausblick – Aufklärung im 21. Jahrhundert

Das Jubiläumsjahr 2026 soll daher nicht nur Rückblick, sondern auch Auftakt sein: Prof. Dr. Klaus Manger aus Jena wird aus diesem Anlass einen Festvortrag über Wieland und Goethe halten mit dem Thema: „Besser als Wieland versteht mich doch keiner.“ Prof. Dr. em. Manger ist seit Jahren Germanist am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena. So bleibt die Wieland-Gesellschaft e.V. ihrem Leitmotiv treu: der Verbindung von Wissenschaft, Kultur und Öffentlichkeit im Sinne einer lebendigen Aufklärung.
Nach zwanzig Jahren darf man sagen: Wielands Geist lebt – nicht nur im Museum, sondern auch, heutzutage insbesondere, im Gespräch und im Erleben.

 

Text von Barbara Leuchten, Präsidentin der Wieland-Gesellschaft e.V.

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Wieland – Linde – Baum – Buch – Dichter – Übersetzer – Wieland

Wieland – Linde – Baum – Buch – Dichter – Übersetzer – Wieland

Im Mai 2023 musste das Naturdenkmal „Wieland-Linde“ aus Gründen der Verkehrssicherheit eingekürzt werden.

Der Künstler und Holzgestalter Bernhard Schmid aus Rettenbach (bei Günzburg) hat aus einigen Teilen des abgesägten Holzes kleinere Artefakte geschaffen, wie das in dem Presse-Artikel abgebildete Buch.

Dieses Buch-Bild hat deshalb seinen Weg ins Wieland-Gymnasium gefunden, weil hiermit vor allem junge Leute ganz unterschiedliche Aspekte über Christoph Martin Wieland erfahren können: eine Initiative der Wieland-Gesellschaft e.V.

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Wieland zum Genießen

Sonntagnachmittag mit Wieland

Am 8. Februar 2026 lädt die Wieland-Gesellschaft e.V.zu einem literarischen Beisammensein in die oberen Räume des Komödienhauses ein. Eingeladen ist jede/r, der oder die Interesse an dieser Veranstaltung hat. Bei Kaffee, Tee oder Wein spricht Gunther Dahinten über Christoph Martin Wielands Werk „Oberon, Ein romantisches Heldengedicht in zwölf Gesängen“ und bringt dazu Musikbeispiele aus der Oper „Oberon“ von Carl Maria von Weber (1826).

Beginn: 16.00 Uhr, Einlass ab 15.30 Uhr;
Eintrittspreis: 9 € (Verzehr inbegriffen).
Karten an der Tageskasse.

Gerade konnten wir in Biberach im „Sommernachtstraum“ von Shakespeare, in der Silvesteraufführung des DRAM, die Figur des „Oberon“ erleben. Und jetzt hören wir von ihm als dem Titelhelden des Versepos‘ Oberon von Christoph Martin Wieland. Ein „Meisterwerk poetischer Kunst“ nannte Goethe diese Verserzählung, in der es um das alle und jede/n betreffende Thema von Liebe und Treue geht.

Schon bald nach dem ersten Erscheinen (1780) hatte das brillant geschriebene Heldengedicht Wielands eine große Leserschaft und beeinflusste darüber hinaus zahlreiche dichterische und musikalische Werke jener Zeit, z.B. bei Schiller und Goethe; Mozart oder C.M.v.Weber.

Letzterer, auch bekannt als Komponist der Oper „Freischütz,“ hatte seine Oper „Oberon“ als Auftragsarbeit verfasst, die dann 1826 in London uraufgeführt wurde.

Gunther Dahinten spricht also über den im 19. Jahrhundert sehr populären „Oberon“ in Dichtung, Musik und auch darstellender Kunst.

Eine Kooperation mit dem Dramatischen Verein.

Programmvorschau 2026

Wieland-Gesellschaft, Biberach/Riß, Christoph Martin Wieland, Veranstaltungen, Geschichte, Kultur

Programmvorschau 2026

Wieland-Gesellschaft, Biberach/Riß, Christoph Martin Wieland, Veranstaltungen, Geschichte, Kultur

FEBRUAR

08.02.2026, 16:00 Uhr, Komödienhaus
Gunther Dahinten, Lesung zu „Oberon“ von CM Wieland, mit Musikbeispielen aus der Oper „Oberon“ von Carl Maria von Weber

MÄRZ

13.03.2026,  19:00 Uhr, Gemeindezentrum St. Martin
Jahreshauptversammlung

14.03.2026, 16:00 Uhr, Gemeindezentrum St. Martin
Fest-Vortrag, Prof. Dr. Klaus Manger (Jena), Anlass: 20 Jahre Wieland-Gesellschaft. „Wieland und Goethe: Besser als Wieland…“

26.03.2026, 16:30 Uhr, Haus der Archive (Roter Bau)
Führung durch das Wieland-Archiv (für Mitglieder)

JULI

22.07.2026, 16:00 Uhr, Wieland-Park
Poetischer Spaziergang im Wieland-Park mit G. Dahinten, R. Boehm, B. Leuchten

AUGUST BIS OKTOBER

15.08.2026, 15:00 Uhr
12.09.2026, 15:00 Uhr
26.09.2026, 15:00 Uhr
10.10.2026, 15:00 Uhr 
Führungen durch den Wieland-Park

OKTOBER

17.10.2026, 15:00 Uhr, Gemeindezentrum St. Martin
„Wieland und Karl May“: Vortrag von Laura Thüring, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Karl-May-Gesellschaft