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Wieland-Tage

3. Biberacher Wieland-Tage
23. bis 25. September 2022
Leitthema: Wieland und Gesellschaft

Christoph Martin Wieland (1733-1813) ist ein schreibendes Multi-Talent: Er ist Dichter, Übersetzer, Herausgeber der ersten erfolgreichen Kulturzeitschrift in Deutschland, Erzieher, Philosoph, Kulturhistoriker, Literaturwissenschaftler und leidenschaftlicher Briefeschreiber. In seinem langen Leben wurde er zum Zeugen bedeutsamer gesellschaftlicher Veränderungen, die durch die Französische und durch die Industrielle Revolution ausgelöst wurden.

 

Er beschäftigte sich intensiv mit politischen Fragen und entwarf eine ideale Gesellschafts- und Regierungsform. Diese Aspekte werden beiden 3. Biberacher Wieland-Tagen, einer Veranstaltung der Wieland-Gesellschaft e.V., in verschiedenen Darbietungen unter dem Leitthema „Wieland und Gesellschaft“ beleuchtet.

 

Der Festvortrag von Dr. Egon Freitag, ehemaliger Mitarbeiter am Goethe-Nationalmuseum Weimar, wird sich am ersten Abend, Freitag, 23.09., unter dem Titel „Die Natur und Bestimmung des Menschen“ mit Wielands Verhältnis zur bürgerlichen Gesellschaft beschäftigen. Cornelia Lanz, Mezzosopran, ehem. Biberach, wird mit Liedern und Arien Passendes und Überraschendes zu Wieland dem Publikum kredenzen.

 

Am Samstagabend, 24.9., findet die Ur-Aufführung von C. M. Wielands Drama „Klementina von Porretta“ statt. 1760 veröffentlicht, wurde das Trauerspiel nie aufgeführt. Es beschreibt eine Liebesbeziehung, die durch inkompatible Religionen zu einem unüberwindbaren Konflikt der beiden Hauptdarsteller führt. In diesem Drama finden sich interessante Parallelen zu Wielands eigener Biographie während seiner Jahre in Biberach.

 

Anfang des Jahres 2022 hat die Berliner Autorin Vicki Spindler eine Bühnenfassung des Wieland-Dramas für die Biberacher Wieland-Tage geschrieben, bei dem Gunther Dahinten, Biberach, die Regie übernommen hat. Ausführende sind Mitglieder des Biberacher Dramatischen Vereins und der Rokoko-Gruppe Biberach und weitere Wieland-Engagierte.

 

Am Sonntagabend, 25.9., wird das Schauspiel „Klementina von Porretta“ ein zweites Mal aufgeführt.  

 

Nach der Gründung seiner Kulturzeitschrift, „Teutscher Merkur“ (1773) diente diese Wieland als Plattform für seine Überlegungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen, wie beispielsweise in seinem Text „Ein patriotischer Beitrag zu Deutschlands höchstem Flor“.  Im „Teutschen Merkur“ von 1780 stellte der Dichter in diesem, für ihn so typischen satirischen Aufsatz, Überlegungen dazu an, wie eine Gesellschaft mit hoher Staatsverschuldung dieses Problem lösen könne. Sollte uns diese Frage bekannt vorkommen, zeigt dies, wie wenig sich über die Jahrhunderte hinweg Gesellschaftsprobleme geändert haben und wie aktuell Wielands Gedanken für uns heute sind.
Am Sonntag, 25.09., wird der Text in einer szenischen Lesung, nach dem Konzept von Cornelia Sikora, von ihr selbst und von Volker Angenbauer vorgetragen. Roland Boehm begleitet musikalisch mit Vertonungen von Zusatz-Texten diese szenische Lesung.


 

Eintrittspreise:

  • Freitag, Samstag, Sonntagabend 12 EUR
  • Matinee am Sonntag 10 EUR
  • Wieland im 3er Pack 28 EUR
  • StudentInnen 5 EUR
  • SchülerInnen Eintritt frei


Tickets Abendkasse


Vorverkauf ab 24. August 2022

Stadbuchhandlung | Museum Biberach

Programm Wieland-Tage